Donnerstag, 5. Januar 2012

Schlechte Aussichten für Sonne und Windkraft?

Trotz der abgeschalteten Atomkraftwerke und der Energiewende gehen Solarunternehmen in Deutschland pleite. Auch die Windkraftbranche hat zu kämpfen. Einen Überblick gibt die Financial Times Deutschland.

Besonders betroffen ist die Solarkraft. Gegenüber der Windenergie ist diese Sparte ziemlich jung. Nach und nach zeigt sich, welche Firmen auf längere Sicht zu klein, nicht wettbewerbsfähig, zu teuer produzieren oder nicht spezialisiert genug sind. Auch der Preisverfall bei ihren Produkten - wie etwa Sonnenkollektoren - bereiten den Unternehmen Sorgen. Durch hohe Überkapazitäten am Markt schreiben viele Hersteller rote Zahlen. Ebenso leiden viele Unternehmen an der gekürzten Einspeisevergütung für Solarstrom.

Die Windkraftbranche steht etwas besser da - allerdings durchlebte diese bereits vor gut einem Jahrzehnt die Marktbereinigung, die Solarfirmen derzeit durchmachen. Dennoch fielen auch hier die Preise; riesige Überkapazitäten und massenhaft Konkurrenz aus China machen der Branche das Leben schwer.

Experten gehen noch von weiteren Pleiten in der Solarindustrie aus, auch "der Windsektor wird wahrscheinlich noch ein herausforderndes Jahr erleben", so die Analysten von UBS.

Quelle: FDT.de vom 04. Januar 2012

Mittwoch, 4. Januar 2012

Marktkommentar und Prognose für das Jahr 2012

von John Chatfeild-Roberts, CIO von Jupiter Asset Management

London (opm) - Die Krise in Europa hält noch immer an. Das Unvermögen europäischer Politiker, die Situation als Insolvenz- statt als Liquiditätskrise zu behandeln, wird dazu führen, dass Europa einen extrem negativen Einfluss auf das Weltwachstum haben wird. Die EZB hat zu verstehen gegeben, dass Europa im nächsten Jahr in eine Rezession rutscht - wenn es nicht bereits mittendrin ist.

Anleger mussten 2011 die Chancen und Risiken abwägen wie niemals zuvor - und Orientierung suchen zwischen pessimistischen makroökonomischen Prognosen einerseits und einigen attraktiven Vermögensbewertungen andererseits.

Während sich Europa weiter in der Krise befindet, sind die Aussichten einiger Schwellenländer deutlich besser. Der chinesische Immobilienmarkt wirkt zwar extrem unsolide und auch die Schwellenländer boten in 2011 keine rentablen Investitionsmöglichkeiten. Dennoch stehen die Chancen nicht schlecht, dass wir am Ende doch noch die vielbeschworene Spaltung der Weltwirtschaft in zwei Geschwindigkeiten erleben werden - vorausgesetzt natürlich, dass die schnell wachsende Mittelschicht dieser Länder ihr Geld nach westlichen Maßstäben ausgibt. Langfristig orientierte Anleger werden davon profitieren.

Letzten Endes wird sich Europa erholen und uns ist klar, dass die Märkte dies lange vor der Lösung ihrer Probleme vorwegnehmen. Große Krisen schaffen nicht selten große Anlagemöglichkeiten und da Europa gegenwärtig eine besonders große Krise erlebt, ist damit zu rechnen, dass sicht mit der Zeit einige wunderbare Chancen bieten.

Überdrehter Bürokratismus bei der Finanzagentur

Seit April letzten Jahres gilt auch für die staatliche Finanzagentur des Bundes das Geldwäschegesetz.

Das ist auch gut so, um die organisierte Kriminalität zu entlarven. Davor war es einfach, ein sogenanntes Schuldbuchkonto für Schatzbriefe und Bundesanleihen zu eröffnen. Dies geschah oft ohne Angabe von Geburtsort und Staatsangehörigkeit. Nun ist die Angabe dieser Daten auf Grund des Gesetzes Pflicht. Um das bisherige Versäumnis nachzuholen, versendete die Agentur regelrechte Drohbriefe mit dem Inhalt, eine beglaubigte Kopie des Personalausweises der Kunden und der Bevollmächtigten vorzulegen. Andernfalls sollte das bestehende Konto zum 31.01.2012 gekündigt werden.

Nicht nur die Tatsache, dass die Kosten für eine beglaubigte Kopie an den Anlegern hängen bleiben, sondern auch der unüberlegte Bürokratismus verärgert die Kunden. Ein 13-jähriger Junge beispielsweise, welcher als Begünstigter eines Schuldbuchkontos geführt ist, soll eine Personalausweiskopie vorlegen. Laut deutschem Gesetz gilt für 13-Jährige jedoch keine Ausweispflicht.

Anleger, die ihrem Ärger Luft machen möchten und die Servicehotline der Agentur wählen, kommen nicht durch oder werden via Bandansage vertröstet.Eine Möglichkeit, diesem „Bürokratiewahnsinn“ zu entkommen, besteht darin, die Papiere auf ein anderes Depot bspw. bei ihrer Hausbank zu übertragen. Um sich die Kosten für die Ausweiskopie zu sparen, eröffnen sie ihr neues Konto bei der Agentur via Postidentverfahren und können anschließend die Papiere wieder von ihrer Hausbank übertragen.

Montag, 2. Januar 2012

Marktbericht Schifffahrt von Michael Rathmann

Kommentar von Michael Rathmann

Das Jahr 2011 war kein besonders gutes Jahr für die Schifffahrt. Nach anfänglichen Erholungstendenzen, insbesondere in der Containerschifffahrt, ging es mit dem Beginn des Sommers, der keiner war, kontinuierlich bergab. Die Entwicklung führte dazu, dass die gegenwärtigen Aussichten deutlich schlechter sind als zu Jahresbeginn und wir dem Jahr 2012 sorgenvoll entgegen blicken müssen.

Sich aber nur pessimistisch zu zeigen widerstrebt meiner Natur und deswegen möchte ich gern etwas von meinem Optimismus an dieser Stelle darlegen und mit ihnen in das neue Jahr wechseln. Wer sich in der Schifffahrt auskennt und das Marktgeschehen seit einigen Jahrzehnten beobachtet, der weiß, dass die Schifffahrt schon immer zyklische Schwankungen gehabt hat und von jeder Talsohle – in einer solchen befinden wir uns gerade – der Blick frei wird auf den nächsten Berg den wir vor uns haben. Wann genau der Aufstieg auf diesen Berg beginnen wird, vermag ich leider nicht zu sagen und meine Kristallkugel hat vorübergehend die Konsistenz von Milchglas angenommen, schade eigentlich! Welche Begleitumstände dazu führen können, dass in einigen Bereichen der Schifffahrt bereits im Jahr 2012 eine Konsolidierung stattfinden könnte, werden im Folgenden auszugsweise aus dem Marktkommentar von Michael Rathmann dargelegt.

Der Bulkermarkt

Mit Ausnahme der Capesize und Panmax Bulker verloren alle anderen Schiffsklassen in diesem Marktsegment im Dezember gegenüber dem Vormonat November. Die Capesize Bulker konnten etwas zulegen und die Spotraten erreichten im Dezember schon wieder USD 32.000, aber wenn man sich die Entwicklung der letzten Monate anschaut, so darf man nicht vergessen, dass diese Schiffe über einen sehr langen Zeitraum Charterraten bekamen, die unterhalb der Schiffsbetriebskosten gelegen haben. Im Bereich des asiatisch-pazifischen Raumes wird der Markt immer noch durch ein sehr hohes Tonnageangebot belastet, wodurch die Tagesraten in dem Fahrtgebiet nur bei rund 50 % des Niveaus im Atlantik lagen.

Der Tankermarkt

Im Tankermarkt ist die Entwicklung der Charterraten in den verschiedenen Größenklassen noch sehr indifferent, aber zum Jahresende konnte im Großen und Ganzen ein Anstieg der Charterraten in den Spotmarktraten verzeichnet werden. Die Spotmarktraten bewegten sich im Bereich der VLCC zuletzt um die US-Dollar 20.000 pro Tag, was in Bezug auf die letzten Monateeine eine deutliche Steigerung darstellt. Bei den Suezmaxen erholte sich das Ratenniveau auf rund US-Dollar 28.000 und auch die Aframaxe und Panamaxe erholten sich zum Ende des Jahres. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Jahr 2011 für die Tankschifffahrt ein sehr schlechtes Jahr gewesen ist.

Der Containermarkt

Die gesamte Containerschifffahrt leidet unter einem Verdrängungswettbewerb, der sich durch alle Bereiche zieht und ruinös ist. Eigentlich handelt es sich mehr um einen Zermürbungskrieg, der auf den Routen von Fernost nach Europa stattfindet und zwischen den ganz großen Linienreedereien ausgetragen wird. Noch im Oktober kündigte die Reederei Maersk ein neues Produkt an mit dem Namen Daily Maersk. Ziel dieses Programms sollte eine tägliche Abfahrt auf dieser Fahrtstrecke sein. Aber die Intention, mit dieser Maßnahme durch einen flächendeckenden Fernost- Europa Verkehr, Wettbewerber auszuschalten, ist nicht aufgegangen.

Sicherlich sind die Aussichten für das Jahr 2012 im Bezug auf die Schifffahrt nicht die allerbesten! Aber ich habe als Optimist, der ich schon immer gewesen bin, eine Aversion gegen Profinörgler und Berufszauderer, weil die grundsätzlich alles mies machen – und das ist mit meinem Optimismus nicht kompatibel. In den vergangenen 40 Jahren habe ich eine Reihe von Krisen beobachten können und vertraue darauf, dass der Markt auch bei dieser Schifffahrts-Krise wieder zur Normalität zurückkehren wird.







Montag, 12. Dezember 2011

Risiko-Rendite-Ranking für europäische Städte

Augsburg (opm) - Toulouse, München und Hamburg sind die attraktivsten Standorte für Investitionen in Mietwohnimmobilien, wie eine Untersuchung der PATRIZIA Immobilien AG ergab.


Dafür wurden 82 europäische Städte hinsichtlich ihrer demographischen und wirtschaftlichen Fundamentaldaten, wie Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, Einwohnerdichte, Arbeitslosenquote und Beschäftigungszahlen, sowie ihres institutionellen Rahmens, das heißt rechtlicher Rahmenbedingungen und des Vorhandenseins eines institutionellen Mietwohnungsmarktes verglichen. In der Studie werden vier Städtegruppen hinsichtlich ihres Risiko-Rendite-Profils unterschieden. "Die besten Risiko-Rendite-Profile finden Investoren in Nordwesteuropa, also Skandinavien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden", sagt Dr. Markus Cieleback, Leiter Research der PATRIZIA Immobilien AG.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Urteil zu "Dubai 1000-Hotel-Fonds Gesellschaft"

Landshut (ops) - Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat in seinem Urteil vom 07.11.2011 (I-8 U 51/11, I-8 U 55/11, I-8 U 71/11 und I-8 U 72/11) entschieden, dass die Gründungsgesellschafter der "Dubai 1000-Hotel-Fonds Gesellschaft" auf Schadenersatz haften.

Sachverhalt:

Anleger hatten sich an der „Dubai 1000-Hotel-Fonds Gesellschaft“ beteiligt. Die Gesellschaft wollte in Dubai ein Grundstück erwerben, darauf ein Hotel mit 1.000 Betten errichten und dieses vermieten. Das Projekt scheiterte. Es kam lediglich zur Ausschachtung einer Baugrube und zur Erstellung einer Fundamentplatte.

In einem Nachtrag zum Verkaufsprospekt wurden die Anleger darüber informiert, dass das Grundstück „selbstverständlich über eine Baugenehmigung für ein Hotel verfüge“. Diese Angaben waren missverständlich, denn es wurde verschwiegen, dass weitere Baugenehmigungen zur Realisierung des Projektes erforderlich waren.

Entscheidung

Das OLG Celle bestätigte den Anspruch der Anleger gegen die Gründungsgesellschafter auf Schadenersatz. Den Gründungsgesellschaftern sind Mängel im Verkaufsprospekt zuzurechnen. Durch die Verwendung falscher und unvollständiger Verkaufsprospekte wurde die auch den Gründungsgesellschaftern obliegende Pflicht zur sachlich richtigen und vollständigen Aufklärung über das mit dem Beitritt verbundene Risiko verletzt. Der Schaden bestand im investierten Kapital nebst Agio. Diesen sowie den entgangenen Gewinn konnten die Anleger Zug um Zug gegen Rückübertragung der Beteiligung verlangen.

Die Anleger hatten zusätzlich die Beteiligungsgesellschaft in Anspruch genommen. Mit dieser Klage scheiterten sie, da die Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft einer Haftung der Beteiligungsgesellschaft entgegenstehen.

Fazit

Die Urteile können nicht überraschen. Viel interessanter scheint die Frage zu sein, ob die Gründungsgesellschafter über die entsprechende Bonität verfügen, um die Schadenersatzansprüche befriedigen zu können.

Immobilienmarkt 2011/2012: Markttrends und Ausblick

Frankfurt / Main (opm) - Die Catella Property Group hat eine Analyse des Jahresverlaufs und einen Ausblick auf die Marktentwicklung des kommenden Jahres veröffentlicht.

Darin wurde festgestellt, dass die "core"-Fixierung großer, institutioneller Anleger auf Objekte ungebrochen ist. Das führt zu weiteren Preissteigerungen ohne tatsächlichen Qualitätszuwachs. Lange Mietvertragslaufzeiten scheinen wie eine "Droge" auf Anleger zu wirken und verschleiern den Blick auf tatsächliche Risiken. Diese Fokussierung auf (scheinbare) Sicherheiten führt zu erheblichen Marktverschiebungen, die einerseits zu Renditeverlust und andererseits zu neuen Chancen führen.

Die Vorausschätzung des diesjährigen Transaktionsvolumens aus dem letzten Jahr wird voraussichtlich mit etwa 22,5 Milliarden Euro in Deutschland um circa zehn Prozent übertroffen, was nur noch knapp unter dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2004 liegt. Für 2012 erwartet die Catella Property GmbH ein vergleichbares Marktvolumen.