Dienstag, 24. September 2013

Jürgen Raeke verlässt Berenberg Private Capital


Jürgen Raeke
Hamburg (ops) - Jürgen Raeke verlässt nach fast 15 Jahren als Geschäftsführer im gegenseitigen Einvernehmen Berenberg Private Capital. 

Als Grund nennt Raeke "unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Geschäftspolitik". 

Vor seinem Wechsel zu Berenberg arbeitete Raeke sechs Jahre lang als Direktor Private Banking beim Bankhaus Wölbern in Hamburg. Davor war er stellvertretender Abteilungsleiter Privatkunden bei der Landesbank Schleswig-Holstein International in Luxemburg.



Neuer Gesellschafter bei der Salomon Invest GmbH

Dr. Ralf Friedrichs
Hamburg (opm) - Dr. Ralf Friedrichs hat die Position als geschäftsführender Gesellschafter der Salomon Invest GmbH übernommen.

Friedrichs, der zum 30. Juni 2013 beim Hamburger Emissionshaus HCI Capital ausgeschieden ist, will nach eigenen Angaben bei Salomon Invest die Zukunft dieses renommierten Hauses gemeinsam mit den Gesellschaftern und einem motivierten Team gestalten, neue Produkte kreieren und die Salomon Gruppe unter den noch immer nicht völlig klaren und transparenten Bedingungen eines regulierten Beteiligungsmarktes zu weiterem Erfolg führen.

Montag, 23. September 2013

PROJECT Kapitalverwaltungsgesellschaft verstärkt sich mit Syndikusanwalt

Stefan Blank

Die PROJECT Investment AG hat als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) einen weiteren entscheidenden Schritt bei der Erfüllung der personellen Anforderungen zur Zulassung bei der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vollzogen.

Mit Wirkung zum 1. November 2013 bekleidet Stefan Blank (35) die neu geschaffene Position als Syndikusanwalt des fränkischen Kapitalanlage- und Immobilienspezialisten. Blank ist seit mehr als sechs Jahren als Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts im nationalen wie auch internationalen Umfeld in verschiedenen Kanzleien tätig. Er verantwortet insbesondere die Bereiche Rechtsberatung und Vertragswesen mit Schwerpunktsetzung auf Investment-, Kapitalmarkt-, Aufsichtsrecht sowie Gesellschafts- und Immobilienrecht. Dazu gehört unter anderem die Vertretung der PROJECT Kapitalverwaltungsgesellschaft gegenüber der Aufsichtsbehörde, die Überwachung der Einhaltung der Compliance-Aufgaben sowie Vertragserstellung- und controlling.

Freitag, 6. September 2013

Der Denkfehler des AfD-Professors


Ein Kommentar von Edmund Pelikan

Die Alternative für Deutschland ist im Aufwind. Es wird der Parteineugründung sechs  Wochen vor der Wahl zugetraut, über die Fünfprozenthürde zu kommen. Der Parteisprecher Bernd Lucke argumentiert stark rational, wie es sein Beruf als Professor auch vermuten lässt. Und er hat einen entscheidenden Vorteil: Er ist mit seiner AfD der einzig übriggebliebene Eurogegner in der aktuellen politischen Landschaft.

Doch Lucke macht einen entscheidenden Fehler: Er argumentiert deutlich für eine Rückkehr zur D-Mark. Alternativlos bezeichnete die Kanzlerin früher den Pro-Euro Kurs.  Und rational gibt es sicherlich Rechenmodelle und Statistiken, die beide Theorien stützen. Aber alle Wissenschaftler machen einen entscheidenden Fehler. Die Menschen handeln oft irrational. Das zeigt die relativ junge Wissenschaft der Verhaltensökonomie deutlich.

Bestes Beispiel hierfür ist die Patronatserklärung von Kanzlerin Angela Merkel und dem damaligen Bundesfinanzminister und heutigen Kanzlerkandidaten der SPD, Peer Steinbrück: „Die Gelder der deutschen Sparer sind sicher!“ Es ist mittlerweile hinlänglich diskutiert worden, dass eine Kanzlerin und ein Finanzminister gar nicht legitimiert sind, ohne Parlament und ohne gesetzliche Legitimation eine solche Garantie auszusprechen. Ganz zu schweigen davon, dass der deutsche Staat die damals rund 1,7 Billionen Euro Spareinlagen rein faktisch nicht entschädigen könnte, wenn es zum Schwur käme. Diese irrationale und nicht umsetzbare Aussage der deutschen Regierungschefin verhinderte aber den Sturm der Bankkunden auf ihre Sparguthaben nach der Lehman-Pleite 2008 und damit den teilweisen Zusammenbruch des Finanzsystems in Deutschland. Warum? Weil die deutschen Sparer der Bundeskanzlerin glaubten. Das bedeutet, eine faktische Unwahrheit wurde zur experimentellen Wahrheit durch den Glauben der Menschen. Fassen Sie das einmal in eine mathematische Formel.

Genauso ist es mit dem Euro. Verschiedene Ökonomen sagen viel Gegensätzliches voraus. Was davon richtig ist, entscheidet erst die Realität. Und die ist geprägt durch diesen eben beschriebenen subjektiven Glauben der Wähler. Am besten ist es mit einer Ehe vergleichbar. Nachdem die heiße Phase der Verliebtheit abgeebbt ist, gilt es täglich um die Partnerschaft zu kämpfen. Oft erkennt man, dass der eine oder andere Fehler der Partner zu akzeptieren besser ist als einen harten Schnitt zu tun mit ungewisser Zukunft. Das wäre vielleicht der einfachere Weg, aber ob es der richtige ist, würde sich erst im nachhinein herausstellen.

Ein zweites Beispiel ist der Kommunismus. Theoretisch mag dieser das Idealbild des Individuums sein, in der Realität hat er sich durch die Machtgier der Führenden und Korruption der Parteifürsten als ungerecht und oft diktatorisch erwiesen. Da ist mir die Demokratie mit all ihren Fehlern lieber!

Sicher ist, dass Bernd Lucke mit vielen Argumenten recht hat. Seine Schlussfolgerungen folgen aber dem Götzenbild des rationell Allwissenden. So schön es wäre, dass es so etwas gibt wie die eine einfache Wahrheit. Als kritischer Politik- und Marktbeobachter muss man sich selbst zugestehen, dass Wirtschaftspolitik längst in der reaktiven experimentellen Ökonomie angekommen ist. Und das ist der Denkfehler von Bernd Lucke.

Edmund Pelikan ist Wirtschaftspublizist (www.epk24.de und www.beteiligungsreport.de), Finanzpädagoge (www.stiftung-finanzbildung.de) sowie einfaches FDP-Mitglied