Montag, 13. Januar 2014
Aktueller Marktbericht zum Zweitmarkt für Geschlossene Fonds
Hamburg ( opm ) - Auch im vierten Quartal 2013 konnte der Zweitmarkt für geschlossene Fonds rege Handelsaktivitäten verzeichnen. Das Gesamtjahr 2013 war erneut ein gutes für den Zweitmarkt – nicht zuletzt aufgrund der im Juli in Kraft getretenen Regulierung und der damit verbundenen Unsicherheit am Erstmarkt.
Immer mehr private Käufer sehen sich auf dem Zweitmarkt nach guten Anlageoptionen um, attraktive Handelskurse sorgen für eine insgesamt hohe Käufernachfrage. Insgesamt stärkt die 2013 erfolgte Marktkonzentration die Position der professionellen Handelshäuser. Die Deutsche Zweitmarkt AG erfasst kontinuierlich den öffentlich sichtbaren Handel in den Sparten Immobilie, Schiff und Sonstige Assets (u.a. Erneuerbare Energien und Lebensversicherungen). Insgesamt kam es im Jahr 2013 zu mehr als 6.000 Handelsabschlüssen mit einem Nominalkapital von rund 225 Millionen Euro. Der durchschnittliche Handelskurs über alle Assetklassen der Monate Januar bis Dezember 2013 liegt bei 44,76 Prozent.
Mittwoch, 8. Januar 2014
Gewerblicher Wohnimmobilienmarkt mit Transaktionsvolumen auf 10-Jahres-Hoch
Frankfurt a.M. (opm) - Der deutsche Investmentmarkt für gewerbliche Wohnobjekte und -portfolios präsentiert sich stark wie nie. Mit 15,8 Mrd. Euro wurde ein neues 10-Jahres-Hoch erreicht, das Vorjahresergebnis damit um mehr als 40 % getoppt. Zunehmend bestimmen strategische, an deutschen Börsen notierte Investoren das Geschehen auf dem Markt. Ihr Ankaufsvolumen macht sie zu den aktivsten Marktteilnehmern.
In über 440 Transaktionen (2012: rund 300) wechselten insgesamt mehr als 236.000 Wohneinheiten (2012: rund 200.000) die Besitzer. Dabei pushten vor allem zwei Megatransaktionen das Volumen: Im April 2013 wurden die knapp 31.000 Wohnungen der GBW Bayern, Tochter der Bayern LB, für 2,45 Mrd. Euro an ein Konsortium aus deutschen Versorgungswerken, Sparkassen und Pensionskassen unter der Konsortialführung der Patrizia AG verkauft. Im November schließlich übernahm die Deutsche Wohnen 91% der Aktien der GSW AG aus Berlin zu einem Preis von ca. 3,3 Mrd. Euro (inkl. Verbindlichkeiten). Hier handelte es sich um insgesamt ca. 60.000 Wohnungen. "Dies entspricht dem Anfang 2013 prognostizierten Trend zu einer höheren Konzentration des Marktes durch mehr Fusionen anstelle von Portfolio-Deals", so Dr. Konstantin Kortmann, bei Jones Lang LaSalle Team Leader Residential Investment Germany.
Mittwoch, 11. Dezember 2013
fairvesta reagiert auf mediale Kritik
v.l.n.r.: Dr. Heinz Steinhübel (Rechtsanwalt), Georgi Kodinov (Dextro Group Germany), Arno Lampmann (Rechtsanwalt)
Es war ein Befreiungsschlag des Tübinger Emissionshauses fairvesta, das damit auf mediale Kritik zu seinen Immobilienfonds reagierte. Drei Gutachter stellten im Rahmen einer Pressekonferenz am heutigen 11. Dezember in Stuttgart ihre Ergebnisse von jeweils getrennt voneinander durchgeführten Analysen vor. Dabei hatten sie ihre Aussagen nach umfassenden Einblick in die Fondsunterlagen und mit der vollständigen Unterstützung durch das Initiatorenhaus getroffen und dokumentiert. Anlegerschutzanwalt Dr. Steinhübel, das Analysehaus Dextro Group Germany und Stefan Appel von Check-Analyse präsentierten ihre Ergebnisse:
Dr. Heinz O. Steinhübel, der üblicherweise als Anlegerschutzanwalt die Investorenseite vertritt, hob beispielsweise in seiner Präsentation hervor, „in allen Fällen liegen die Kaufpreise der Immobilien deutlich unter den gutachterlich festgestellten Verkehrswerten“ und „alle Immobilienwertgutachten wurden von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen erstellt“.
Als Analysehaus nahm wiederum die Dextro Group Germany jeden einzelnen Fonds in Form eines Monitorings unter die Lupe und bestätigte, dass „dem Ergebnis der Simulation entnommen werden kann, dass die von der Anbieterin prognostizierten laufenden Überschüsse im Allgemeinen plausibel sind.“ Das ist im enthaftenden Analystendeutsch ein gutes Zeugnis!
Stefan Appel schließlich attestierte, dass „im Branchenvergleich das fairvesta-Geschäftsmodell grundsätzlich überdurchschnittlich solide aufgestellt ist“ und fügt bei seiner Zusammenfassung hinzu: „Aufgrund der Ist-Mietrendite kann erwartet werden, dass Verkäufe unter dem Verkehrswert für eine gewinnbringende Fondsrendite sorgen können.“ Appel war selber nicht anwesend, legte die Analyse aber schriftlich vor.
Alle diese Gutachten sind bei voller Akteneinsicht erfolgt, zahlreiche kritische Medienberichte stützen sich auf eigene Recherchen der Medien. Letztendlich muss der potentielle Investor entscheiden, wem er mehr glaubt. Die intensive und auch kritische Diskussion mit den anwesenden Medienvertretern darf eine kontroverse Berichterstattung in den nächsten Wochen erwarten lassen.
Dienstag, 24. September 2013
Jürgen Raeke verlässt Berenberg Private Capital
![]() |
| Jürgen Raeke |
Hamburg (ops) - Jürgen Raeke verlässt nach fast 15 Jahren als Geschäftsführer im gegenseitigen Einvernehmen Berenberg Private Capital.
Als Grund nennt Raeke "unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Geschäftspolitik".
Vor seinem Wechsel zu Berenberg arbeitete Raeke sechs Jahre lang als Direktor Private Banking beim Bankhaus Wölbern in Hamburg. Davor war er stellvertretender Abteilungsleiter Privatkunden bei der Landesbank Schleswig-Holstein International in Luxemburg.
Als Grund nennt Raeke "unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Geschäftspolitik".
Vor seinem Wechsel zu Berenberg arbeitete Raeke sechs Jahre lang als Direktor Private Banking beim Bankhaus Wölbern in Hamburg. Davor war er stellvertretender Abteilungsleiter Privatkunden bei der Landesbank Schleswig-Holstein International in Luxemburg.
Neuer Gesellschafter bei der Salomon Invest GmbH
![]() |
| Dr. Ralf Friedrichs |
Friedrichs, der zum 30. Juni 2013 beim Hamburger Emissionshaus HCI Capital ausgeschieden ist, will nach eigenen Angaben bei Salomon Invest die Zukunft dieses renommierten Hauses gemeinsam mit den Gesellschaftern und einem motivierten Team gestalten, neue Produkte kreieren und die Salomon Gruppe unter den noch immer nicht völlig klaren und transparenten Bedingungen eines regulierten Beteiligungsmarktes zu weiterem Erfolg führen.
Montag, 23. September 2013
PROJECT Kapitalverwaltungsgesellschaft verstärkt sich mit Syndikusanwalt
![]() |
| Stefan Blank |
Die PROJECT Investment AG hat als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) einen weiteren entscheidenden Schritt bei der Erfüllung der personellen Anforderungen zur Zulassung bei der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vollzogen.
Mit Wirkung zum 1. November 2013 bekleidet Stefan Blank (35) die neu geschaffene Position als Syndikusanwalt des fränkischen Kapitalanlage- und Immobilienspezialisten. Blank ist seit mehr als sechs Jahren als Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts im nationalen wie auch internationalen Umfeld in verschiedenen Kanzleien tätig. Er verantwortet insbesondere die Bereiche Rechtsberatung und Vertragswesen mit Schwerpunktsetzung auf Investment-, Kapitalmarkt-, Aufsichtsrecht sowie Gesellschafts- und Immobilienrecht. Dazu gehört unter anderem die Vertretung der PROJECT Kapitalverwaltungsgesellschaft gegenüber der Aufsichtsbehörde, die Überwachung der Einhaltung der Compliance-Aufgaben sowie Vertragserstellung- und controlling.
Freitag, 6. September 2013
Der Denkfehler des AfD-Professors
Ein Kommentar von
Edmund Pelikan
Die Alternative für Deutschland ist im Aufwind. Es wird der
Parteineugründung sechs Wochen vor der
Wahl zugetraut, über die Fünfprozenthürde zu kommen. Der Parteisprecher Bernd
Lucke argumentiert stark rational, wie es sein Beruf als Professor auch
vermuten lässt. Und er hat einen entscheidenden Vorteil: Er ist mit seiner AfD
der einzig übriggebliebene Eurogegner in der aktuellen politischen Landschaft.
Doch Lucke macht einen entscheidenden Fehler: Er argumentiert deutlich für eine Rückkehr zur D-Mark. Alternativlos bezeichnete die Kanzlerin früher den Pro-Euro Kurs. Und rational gibt es sicherlich Rechenmodelle und
Statistiken, die beide Theorien stützen. Aber alle Wissenschaftler machen einen
entscheidenden Fehler. Die Menschen handeln oft irrational. Das zeigt die relativ
junge Wissenschaft der Verhaltensökonomie deutlich.
Bestes Beispiel hierfür ist die Patronatserklärung von
Kanzlerin Angela Merkel und dem damaligen Bundesfinanzminister und heutigen Kanzlerkandidaten
der SPD, Peer Steinbrück: „Die Gelder der deutschen Sparer sind sicher!“ Es ist
mittlerweile hinlänglich diskutiert worden, dass eine Kanzlerin und ein
Finanzminister gar nicht legitimiert sind, ohne Parlament und ohne gesetzliche
Legitimation eine solche Garantie auszusprechen. Ganz zu schweigen davon, dass
der deutsche Staat die damals rund 1,7 Billionen Euro Spareinlagen rein
faktisch nicht entschädigen könnte, wenn es zum Schwur käme. Diese irrationale
und nicht umsetzbare Aussage der deutschen Regierungschefin verhinderte aber
den Sturm der Bankkunden auf ihre Sparguthaben nach der Lehman-Pleite 2008 und
damit den teilweisen Zusammenbruch des Finanzsystems in Deutschland. Warum? Weil
die deutschen Sparer der Bundeskanzlerin glaubten. Das bedeutet, eine faktische
Unwahrheit wurde zur experimentellen Wahrheit durch den Glauben der Menschen.
Fassen Sie das einmal in eine mathematische Formel.
Genauso ist es mit dem Euro. Verschiedene Ökonomen sagen
viel Gegensätzliches voraus. Was davon richtig ist, entscheidet erst die
Realität. Und die ist geprägt durch diesen eben beschriebenen subjektiven
Glauben der Wähler. Am besten ist es mit einer Ehe vergleichbar. Nachdem die
heiße Phase der Verliebtheit abgeebbt ist, gilt es täglich um die Partnerschaft
zu kämpfen. Oft erkennt man, dass der eine oder andere Fehler der Partner zu
akzeptieren besser ist als einen harten Schnitt zu tun mit ungewisser Zukunft.
Das wäre vielleicht der einfachere Weg, aber ob es der richtige ist, würde sich
erst im nachhinein herausstellen.
Ein zweites Beispiel ist der Kommunismus. Theoretisch mag
dieser das Idealbild des Individuums sein, in der Realität hat er sich durch
die Machtgier der Führenden und Korruption der Parteifürsten als ungerecht und
oft diktatorisch erwiesen. Da ist mir die Demokratie mit all ihren Fehlern
lieber!
Sicher ist, dass Bernd Lucke mit vielen Argumenten recht
hat. Seine Schlussfolgerungen folgen aber dem Götzenbild des rationell
Allwissenden. So schön es wäre, dass es so etwas gibt wie die eine einfache Wahrheit.
Als kritischer Politik- und Marktbeobachter muss man sich selbst zugestehen,
dass Wirtschaftspolitik längst in der reaktiven experimentellen Ökonomie
angekommen ist. Und das ist der Denkfehler von Bernd Lucke.
Abonnieren
Posts (Atom)


